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Anstoß zur Aufräumaktion mit großer Resonanz

Rhein-Ahr-Stadion und angrenzendes Wohngebiet von Treibgut und Hochwassermüll befreit

Sinzig. In einer Gemeinschaftsaktion räumten die beiden Sportvereine mit Unterstützung ehrenamtlicher Unternehmer und Helfer das Sportplatzgelände an der Ahr.

Die Flutkatastrophe hat das Rhein-Ahr Stadion stark verwüstet. Riesige Mengen Treibgut, große Bäume mit mannshohem Wurzelwerk, Schlamm und Sperrmüll hatte die Ahr auf der gesamten Anlage angeschwemmt. Die Gebäude sowie Garagen mit Sportgeräten waren dabei stark beschädigt worden. In den ersten Tagen hatte das THW bereits einige Teilflächen wie den Hartplatz grob geräumt, um Platz zu schaffen für Hilfsmaterial. Jedoch veranlasste der weiter erschreckende Zustand den Vorstand des SC Sinzig zu einem Hilfeaufruf für eine gemeinschaftliche Aufräumaktion. „Die Anfrage fand sofort regen Anklang bei den Mitgliedern des Fußballverein SC Sinzig und dem Sportverein TV 08“, so der Initiator Reiner Friedsam. Schnell stand fest, dass für die Aktion auch schweres Gerät erforderlich sei. Sein Hilferuf in den sozialen Medien erreichte über 20.000 Personen, woraufhin spontan weitere Unterstützung angekündigt wurde. „Sogar aus Bremen kam die Zusage von einem Unternehmer, der bereits seit Wochen mit einem großen Muldenkipper-LKW an der Ahr hilft“, berichtet Reiner Friedsam. Pünktlich um 9:00 Uhr rollte dieser mit seinem großen Fahrzeug dann am Samstag im Grüner Weg an.

Herausforderung der Entsorgung

Aufgrund des momentan enormen Sperrmüll- und Schwemmgutaufkommens im gesamten Katastrophengebiet galt es zuvor noch eine Vielzahl an Fragen bezüglich der Entsorgung zu klären. Nach anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten half der Abfallwirtschaftsbetrieb schnell und unbürokratisch mit zwei riesigen Containern, die am frühen Samstagmorgen am Sportplatz angeliefert wurden. Mehrere Forstarbeiter zerlegten die schweren, teilweise ineinander verkeilten Bäume in handlichere Stücke. Unimogs und Traktoren sorgten für den Transport zu den beiden Containerplätzen. Ein Greifbagger der Firma Bouhs übernahm hier das Verladen in die bereitgestellten Container. Unterdessen durchkämmte eine Vielzahl weiterer Helfer das gesamte Gelände sowie Ahrufer und beförderte den angeschwemmten Hochwassermüll und Geröll auf LKWs und Absetzcontainer.

Weitere Bagger und LKW begannen währenddessen mit der Räumung von Schutt und Sperrmüll im angrenzenden Wohngebiet Grüner Weg und Am Teich. Aufgrund der immensen Menge wurde diese Arbeit am Sonntag fortgesetzt und noch auf die Kripper Straße ausgeweitet.

Am Ende des arbeitsreichen Wochenendes zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden mit dem Ergebnis der Aufräumaktion, auch wenn jetzt ein kompletter Neubau der Anlage ersichtlich sei. Dank der schweren Maschinen von den Unternehmern konnten mehrere hundert Tonnen Hochwassermüll und Bauschutt geräumt werden, so Friedsam. Was dann auch bei so manchem betroffenen Anwohner Erleichterung und ein wenig Freude hervorrief.